Poesie

So wie ich bin

ich träume davon,
dass jemand mich annähme,
einfach so wie ich bin,
mit meinen ungereimten wünschen,
unfertigem charakter
und alten ängsten.
ich träume davon, dass
jemand mich gelten lässt,
ohne mich zu erziehen, mit
mir übereinstimmt, ohne
sich anzustrengen.
ich träume davon,
dass ich mich nicht
verteidigen muss, nicht
erklären und kämpfen muss,
dass jemand mich liebt.

(O. Pfeiffer)

fliegende Möwen

Schön

sagte ich

Das Wort zersprang

Seine Splitter suchten ihr

Herz

Am Wassersaum

Dieser Abend schwebte zwischen Tag und Nacht.



SEIN LASSEN

Du musst mich

mich

sein lassen.

Ich muss dich

dich

sein lassen.

Nur das Miteinander

das dürfen wir nie sein lassen.

(Ernst Ferstl)

Eine Möwe läuft im Sand

Kennst Du den Weg über den Regenbogen ?
Er ist wunderschön.
Seine Farben sind aus Träumen gemacht.
Und nur wer träumen kann, darf ihn betreten.
Er ist die Sehnsucht nach dem Schönen auf dieser Welt.
Ich war schon oben, auf dem Regenbogen.
Zart umwehte mich der Sonnenschein.
Regentropfen perlten Tränengleich an mir herunter.
Es ist ruhig hier oben.
Ganz still.
Das Herz schlägt sanft, man kann es hören.
Leise geht der Atem.
Man kann jetzt alles vergessen was betrübt.
Die Gedanken werden klar, ganz rein.
Dann öffnet sich das Herz.
Und das, was man tief in sich vergraben hat, dringt in
meine Gedanken ein, macht sie frei von allen Zwängen.
Es ist nur ein kurzer Augenblick.
Dann legt sich Einsamkeit auf meine Seele.
Der Weg über den Regenbogen ist nur ein Traum.
Er führt in die Einsamkeit.
Träumer sind einsam.
In ihren Gedanken gefangen.
Auf ewig verdammt, in ihren Träumen zu leben.
Träume die bunt und schön sind.
Ohne Anfang, ohne Ende ...
... so wie der Regenbogen.

(Fritz Roth)

Brandung im Abendlicht

Mit Haut und Haar

ich möchte dich haben
mit haut und haar
und ich werde dir alles nehmen
deine haut, deine haare
denn nur in völliger nacktheit
des körpers und der seele
werden wir uns erkennen
ich will deine hilflose verlorenheit
unter meinen händen spüren
und ich will dass du spürst
wie deine hilflose verlorenheit
die allergrößte macht über mich hat
ich will die tiefen deines körpers
und deiner seele in meine nähe bringen
und uns spüren lassen
wie unsere freiheit beginnt
wenn wir uns ausliefern
im wahrsten sinne des wortes
ich will deine ziellose zärtlichkeit
dort ankommen lassen
wo sie gemeint war
ich will dass du meine angst
als teil meiner kraft erkennst
ich will dass du meinen raum betritts
mit der selbstverständlichkeit
eines besitzenden und der vorsicht
eines scheuen besuchers
ich will deine traurigkeit beatmen
und gierig an deiner freude saugen
ich will dem geschmack deiner lust
die wortlose sprache meiner lippen
entgegensetzen - ohne wenn und aber

ich will nur dich

(geklaut)

Ein Seesternchen mit Muscheln

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